Gymnasiale Oberstufe (Sport)

 

Allgemeine Hochschulreife und Freizeitsportleiter/-in

(„Sportabi“)

 

Abschlüsse und Perspektiven

In diesem Bildungsgang wird in einer dreijährigen vollzeitschulischen Ausbildung die Allgemeine Hochschulreife erworben und außerdem in einer integrierten Prüfung die berufliche Qualifikation zur „Freizeitsportleiterin" / zum „Freizeitsportleiter". Die Allgemeine Hochschulreife berechtigt zu einem Studium jeder Studienrichtung an allen Universitäten wie auch an der Sporthochschule.

Für eine berufliche Tätigkeit als Freizeitsportleiterln kommen - neben größeren Sportvereinen - vor allem drei Bereiche in Frage:

  • der Gesundheits- bzw. Rehabilitationsbereich
  • der Sozialbereich (Häuser der offenen Tür, Heime, Freie Wohlfahrtsverbände)
  • der Urlaubs- und Freizeitbereich (kommerzielle Sportschulen, Freizeitparks).

Die angestrebte Qualifizierung eröffnet aber auch günstige Einstiegsmöglichkeiten für Studienbereiche und Berufsfelder wie z. B. für medizinische oder pflegerische Berufe, für den Bereich der Sozialpädagogik, der Sportökonomie oder für den Freizeit-Touristik-Bereich.

Voraussetzungen

Voraussetzung zur Aufnahme in diesen Bildungsgang ist die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk (Schüler/-innen von Haupt-, Real- und Gesamtschulen) bzw. die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (Abitur G8: nach Klasse 9!).

Als besonders geeignet erscheinen dabei Schülerinnen und Schüler, denen Sport nicht nur selber Spaß macht, sondern die auch ihrerseits in der Arbeit mit Gruppen Sport als sinnvolle Freizeitgestaltung vermitteln möchten.

Unterrichtsfächer

Innerhalb dieses Bildungsgangs bilden die Kernfächer Sport und Biologie als Leistungskurse und die Fächer Erziehungswissenschaften und Didaktik/Methodik als Grundkurse den Schwerpunkt. Diese Fächer sind von ihrer inhaltlichen Ausrichtung her sowohl für den berufsbildenden als auch für den allgemeinbildenden Abschluss von großer Bedeutung. Das bedeutet, dass in den Fächern darauf geachtet wird, einen hohen Praxisbezug zu gewährleisten.

Neben diesem Praxisanteil spielt aber auch die theoretische Fundierung der erworbenen Fähigkeiten eine entscheidende Rolle. So enthält der Leistungskurs Sport theoretische Anteile wie Biomechanik, Trainingslehre, Sportpädagogik.

Der naturwissenschaftliche Bereich wird durch den Leistungskurs Biologie vertreten. Die Inhalte sind dabei eng mit den Inhalten des Leistungskurses Sport verzahnt. Bei der Themenauswahl im Leistungskurs Biologie steht der Mensch im Mittelpunkt.

Die inhaltliche Ausrichtung - z.B. der Fächer Didaktik / Methodik und Erziehungswissenschaften - legt die fachliche Grundlage, um gezielt und begründet pädagogische Entscheidungen treffen zu können.

Berufsbezogener Bereich:

Sport, Biologie, Erziehungswissenschaften, Didaktik und Methodik, Mathematik, Englisch, zweite Fremdsprache, Praktika

Berufsübergreifender Bereich:

Deutsch, Gesellschaftslehre mit Geschichte, Religionslehre

Differenzierungsbereich:

z. B. EDV, Philosophie, Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Übungsleiterschein C

In jedem Fall besteht die Möglichkeit, eine zweite Fremdsprache neu zu beginnen.

Verpflichtend ist die 2. Fremdsprache für SchülerInnen, die in der Sekundarstufe l nicht durchgehend von Klasse 6 – (9) 10 Unterricht in einer 2. Fremdsprache hatten.

 

Praktika

Das Lernen in diesem Bildungsgang ist gekennzeichnet durch das enge Zusammenwirken von Theorie und Praxis, da hier neben einem allgemeinbildenden Abschluss auch eine berufliche Qualifikation vermittelt wird. Dabei werden Praxisanteile sowohl im Rahmen des schulischen Unterrichts als auch in außerschulischen Praktika vermittelt.

Abschluss / Prüfungen

Nach drei Jahren endet der Bildungsgang mit der Abiturprüfung. Die Prüfungsfächer zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife sind:

1. Leistungskurs: Biologie

2. Leistungskurs: Sport

3. Abiturfach: Deutsch oder Englisch oder Religion

4. Abiturfach: Wenn Deutsch oder Englisch als 3. Abiturfach, dann Erziehungswissenschaften oder Gesellschaftslehre mit Geschichte oder Religion.

Wenn Religion als 3. Abiturfach, dann Deutsch oder Englisch oder 2. Fremdsprache

Diese Prüfungsleistungen werden auch auf die Berufsabschlussprüfung angerechnet.

Zusätzliche Prüfungsleistungen für den Freizeitsportler sind:

  1.  Abschlusslehrprobe mit Kolloquium im Fach Didaktik/Methodik
  2. Prüfung im Fach Erziehungswissenschaften (entfällt, wenn bereits in der Abiturprüfung gewählt)

Stundentafel

Schwerpunktbereich

Jahrgangsstufe 11 12 13
Sport (LK) 5 5 5
Biologie (LK) 3 5 5
Erziehungswissenschaften 3 3 3
Didaktik und Methodik 3 3 3
Mathematik 3 3 3
Englisch 3 3 3
Spanisch/Französisch* 4 4 4

 

Berufsübergreifender Lernbereich

Jahrgangsstufe 11 12 13
Deutsch 3 3 3
Gesellschaftslehre mit Geschichte 2 2 2
Religionslehre 2 2 2

 

Differenzierungsbereich

Jahrgangsstufe 11 12 13

Wahlfach, z. B. Fremdsprache, Fitnessmanagement, Wirtschaftslehre, Informatik, Sport

     

Praktika

 

* Das Angebot kann je nach Schuljahr und Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler variieren.

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